KIS - "Kann ich schon"
Können zeigen – Fortschritte dokumentieren – Kinder stärken
Unser Kollegium hat seit Ende des Schuljahres 09/10 bis Mitte des Schuljahres 10/11 in mehreren Pädagogischen Konferenzen und Arbeitsgruppen ein Instrument entwickelt, das der Begleitung und Reflexion der individuellen Lernprozesse unserer Kinder dienen soll – den „Kann-ich-schon“-Ordner. Dass wir uns mit diesem Vorhaben auf dem richtigen Weg befinden, bestätigte uns unter anderem auch das Ergebnis der im Jahr 2009 durchgeführten Schulinspektion.
Im Sinne einer Pädagogischen Leistungskultur wollen wir Kindern, Eltern und Lehrkräften ermőglichen,
Lernfortschritte wahrzunehmen und zu würdigen, Lerngespräche zu führen,
sowie Lernwege zu őffnen und zu beschreiben.
Der Ordner besteht aus zwei Teilen:
1.Teil: „KIS“ – „Kann ich schon“ mit Selbsteinschätzung
2.Teil: „Schätze“ der Kinder (Portfolio)
Im Teil 1 sind (bisher) für die Fächer Deutsch und Mathematik die fachlichen Inhalte auf der Basis der Bildungsstandards (Hessisches Kerncurriculum) als Ziele formuliert, die die Kinder im Laufe ihrer Grundschulzeit erreichen. Kinder und Eltern erhalten somit Transparenz darüber, was gelernt werden kann und soll.
Der individuelle Lernweg eines Kindes kann in Lerngesprächen immer wieder rückgekoppelt werden mit vereinbarten Zielen und zu erreichenden Kompetenzen. Diese „Standortbestimmung“ kann ebenfalls immer wieder Ausgangspunkt sein für neue Lernaktivitäten, weitere Anstrengungsbereitschaft und Zielorientiertheit.
Im zweiten Teil des KIS-Ordners sammeln die Kinder Dokumente ihrer Lernprozesse aus den verschiedensten Lernbereichen. Hier kann z.B. eine besonders gelungene künstlerische Arbeit, eine knifflige Rechengeschichte oder die eigene Arbeit im Klassenrat Beachtung finden. Die Schüler und Schülerinnen wählen aus und begründen ihre Auswahl. Der bewusste Blick auf Gelungenes und Geleistetes stärkt das Selbstbewusstsein der Kinder und den Glauben an die eigenen Fähigkeiten – die beste Voraussetzung für erfolgreiches Lernen.
So kommen Können, Wissen und Wollen zusammen und werden befördert.
Über seine Lernwege und Lernergebnisse nachdenken und sich austauschen, das sind Voraussetzungen dafür, das eigene Lernen auch weiterhin organisieren, steuern und verantworten zu können - in der nächsten Schule, in der Berufsausbildung, im Studium und darüber hinaus - ein Leben lang eben.
