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Dienstag, 21.05.2013

Der Zirkus Sternenstaub

Manege frei für die Kinder der Nibelungenschule. Als ,,Zirkus Sternenstaub" luden die zweiten Klassen der Nibelungenschule am Freitagabend (4. Dezember 2009) in die Nibelungenhalle, um die Ergebnisse der voran gegangenen Projektwoche zu präsentieren. Mit Lehren, Betreuern, dem Zirkusprojekt von Marcus Kohne und mit Unterstützung der Sparkassenstiftung Starkenburg konnte das Artistik-Projekt auf die Beine gestellt werden.

Auf den Beinen blieben auch die kleinen Artisten des Abends, die stolz waren, die Ergebnisse aus fünf Tagen gemeinsamer Arbeit in der Nibelungenhalle zu präsentieren. ,,Das ist ein riesiger Ansporn für die Kinder", betont Sibille Abel, freie Mitarbeiterin im Zirkusprojekt von Marcus Kohne, der in Birkenau das ,,Centrum Mikado" für Circus, Gestalt und Performance betreibt.

Hoch zufrieden war auch Clemens Sperlich, Leiter der Nibelungenschule. Für ihn ist das Zirkusprojekt ein herausragendes Ereignis im Schulleben der Kinder. ,,Das gehört zu den Highlights, an das man sich noch in dreißig Jahren erinnert, wenn man an die Schulzeit zurück denkt", sagt Sperlich. Im vergangenen Jahr wurde das Zirkus-Projekt an der Nibelungenschule schon einmal veranstaltet.

Das, was die Zweitklässler mit Unterstützung von Kohne, Abel, ihren Lehrerinnen und Betreuern aus dem Kreis der Eltern auf die Beine stellen, kann sich sehen lassen. Einradfahren, Jonglage, Tanz, Balancieren und Hebefiguren sind es, die am Freitag in der Nibelungenhalle vor großem Publikum gezeigt wurden. Besonders begrüßt wurde der ,,hohe Besuch" in Person von Landrat und Schuldezernent Matthias Wilkes (CDU). ,,Winken Sie doch mal", war der Wunsch der Moderatoren an Wilkes. Mit witzigen Anmoderationen und als Weihnachtsmann und Engelchen verkleidet, führten die Hauptakteure des Abends selbst durch die Vorstellung. Als Ansager bewiesen sich die Zweitklässler Alexandra Kaptel, Emilio Calvo Kumpf und Anne Crusius.

Mit bombastischen Worten, einer Zirkusmanege würdig, in der die Zuschauer kommen, um Sensationen zu sehen, priesen die Moderatoren die Attraktionen des Abends an. ,,Vorsicht, jetzt wird es kalt, denn es kommen unsere Feunde vom Südpol", verkündete Emilio Kumpf und begrüßte die tanzenden Pinguine, die im Pinguingang durch die Manege watschelten, um anschließend zu Lou Begas ,,Mambo No. 5" zu tanzen.

Das Motto des Zirkus Sternenstaub hatte sich passend zur Jahreszeit am nahen Weihnachtsfest orientiert. Die Manege war mit einem beleuchteten Christbaum geschmückt, die Artisten trugen zum Teil Weihnachtsmannmützen und Flügel wie ein Rauschgoldengel. Doch statt ächzend wie der Weihnachtsmann unter der Last der Geschenke beinahe zusammenzubrechen, zeigten sich die Nibelungenschüler am Freitagabend topfit.

,,Artistisches Talent bringt jedes Kind mit", sagte einer der Väter, der gespannt auf die Vorstellung wartete. Das Besondere in seinem Fall: Tochter Marlene und Ehefrau Claudia Meffert waren gleichermaßen in den Zirkusabend und die Projektwoche eingebunden. Ehefrau Meffert als Betreuerin, Tochter Marlene als Artistin auf der Bühne.

Die Rückmeldungen der Woche waren ,,durchweg positiv", bestätigte Meffert. ,,Sie haben gesagt, es sei wahnsinnig anstregend, aber würde super viel Spaß machen".

Trotz kleiner Blessuren sei die Motivation zur Aufführung hin immer größer geworden. ,,Da wurde sogar abends zu Hause trainiert. Wenn das nur bei Mathe auch so wäre", sagte Meffert lachend.

Potentiale über den Spaßfaktor hinaus gibt es dennoch. Schulleiter Clemens Sperlich und Sportpädagogin Sibille Abel betonen beide, dass durch das Zirkusprojekt viele Lernanlässe geboten werden. ,,Da wären motorische Fähigkeiten und Fertigkeiten, psychologische, emotionale und soziale Komponenten", sagt Abel.

,,Wir versuchen tagtäglich, solche Highlights den Kindern auch im Unterricht zu vermitteln, indem wir ihnen klar machen, warum sie lernen sollen", erklärt Sperlich.

Dass bei allem Spaß allerlei gelernt wurde, stand für die Kinder nicht im Vordergrund. Sie genossen die Kulisse, die sich ihnen für einige Minuten bot. Als bunte menschliche Christbaumkugel, als Sternentänzer, Tellerdompteur, Bändiger der Raubkatzen oder Baustein in einer Weihnachtspyramide. Dabei konnten die Schüler lernen, wie wichtig es ist, nicht aus der Reihe zu tanzen, damit die anderen ,,Bausteine" wissen, dass sie sich aufeinander verlassen können. Die Nachahmung dieses Prinzips im Schulunterricht wird daher dringend empfohlen.

Den Bericht samt Fotostrecke findet ihr HIER!